Ein Abend mit Wolfgang Lötzsch

Wolfgang Lötzsch

Einen wirklich hochinteressanten Abend haben wir bei Friederike und Frank Findeisen in der Galerie verbracht ... Am Sonnabend waren wir bei Frank Findeisen in der Galerie zum Galeriegespräch mit Wolfgang Lötzsch eingeladen ... ein toller Abend, mit vielen interessanten Aspekten, die ich so nicht gewusst habe ...

Am meisten hat mich dabei beeindruckt, als Wolfgang Lötzsch eine seiner Stasiakten auspackte, es gibt mittlerweile 3.000 Seiten über ihn ... und uns vorlas, wie man versucht hat, ihn mit einer Dame zu ködern, um herauszubekommen ob er "Republikflüchtig" sein könnte. Bis ins letzte Detail war dort geplant, wie man das anstellen könnte ... ehrlich gesagt, auch wenn es wirklich traurig war, ich habe Tränen dabei gelacht ...

Überraschung für Wolfgang Lötzsch Frank Findeisen hatte sich für Wolfgang Lötzsch etwas ganz besonderes als Dankeschön einfallen lassen und man kann hier sehen, die Überraschung ist geglückt :)

Wir danken Jirka Hofmann für das Panoramafoto, Friederike danken wir für ihre stille Arbeit im Hintergrund für das leibliche Wohl und Frank Findeisen gilt einmal wieder unser herzlicher Dank für seine Ideen und seine Arbeit im Vorfeld, um diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Wolfgang Lötzsch

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus :) 

Wolfgang Lötzsch, eines der größten Radsport-Talente der DDR, durfte nie bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften starten. Stattdessen drangsalierte ihn die STASI.

"Es ist schön, wenn man dahinfliegt, und alle anderen fliegen weg", sagt Wolfgang Lötzsch  (* 18. Dezember 1952 in Chemnitz) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer. 
Am Wochenende wird er uns bei Frank Findeisen davon erzählen und ich freue mich sehr darauf ...

Wolfgang Lötzsch

Von Königsbrück ins Weltall

Gestern haben wir in der Galerie Findeisen Herrn Dr. Hans Haase zugehört, wie er von seiner Arbeit in den 70igern erzählt hat - er hat die ersten deutschen Kosmonauten medizinisch auf ihrem Weg von Königsbrück ins Weltall begleitet. 

Als ich mit ihm in diesem Frühjahr dazu telefonierte, kam mir während des Gesprächs die Idee, bei seinem Vortrag könnte doch vielleicht auch ein Kosmonaut aus dieser Zeit dabei sein ... 

Landung der Astronauten Bykowski und Jähn

Landung der Astronauten Bykowski und Jähn ADN-ZB/Franke/5.9.78/UdSSR: Kosmos/ Sojus 29/Salut 6/ Sojus 31 Glücklich zur Erde zurückgekehrt - die beiden Kosmonauten Walery Bykowski (l.) und Siegmund Jähn, die die dritte Interkosmos-Mannschaft gebildet hatten. Hier vor der Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus 29, mit der sie 140 km südöstlich von Dsheskasgan am 3.9.78 weich gelandet waren.

Von Bundesarchiv, Bild 183-T0905-107 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link;

Sigmund Jähn, der 1. Deutsche im Weltraum, ist ja leider am 21. September 2019 verstorben, also wer war damals noch dabei? 

Ich las von einer berühmten Serviette, die im Oktober 1976 in der Waldschänke Moritzburg von den 7 Kosmonauten-Anwärtern, Oberstleutnant Rolf Berger, Major Heinz Boback, Oberstleutnant Eberhard Golbs, Major Christian Haufe, Oberstleutnant Sigmund Jähn, Oberstleutnant Eberhard Köllner und Major Wolfgang Wehner unterschrieben wurde ... 

Aber wie ausgesprochen, so war diese Idee für mich schon wieder Geschichte, also wie sollte das denn gehen, es waren nur meine Träume ...

v.l. Wolfgang Wehner, Dr. Hans Haase, Eberhard Köllner, Friederike und Frank Findeisen

Gestern nun, sollten diese Träume doch in Erfüllung gehen ... Herr Dr. Haase hatte die beiden Kosmonauten Eberhard Köllner und Wolfgang Wehner eingeladen. Ich muss sagen, ich war völlig fasziniert ...  Da steht nun ein kleiner, überaus freundlicher älterer Herr mit Mundschutz vor mir, ich bitte ihn, sich in die Liste einzutragen und er schreibt: Köllner ... unfassbar, ein Kosmonaut ... 

Herr Dr. Haase hatte also all meine Träume aus dem Frühjahr umgesetzt und so für mich diesen Abend zu einem faszinierenden Erlebnis gemacht. 

Die Zuhörer hingen an seinen Lippen und folgten seinen interessanten Ausführungen von damals. Manchmal ergänzte Eberhard Köllner seine Erzählungen und so entstand in der zweiten Hälfte des Vortrages, eine Art Gespräch unter Freunden und wir durften dabei sein. 

Über Wolfgang Wehner erzählt man, dass er vor den Medizinern aus dem sowjetischen Sternenstädtchen das Kleingedruckte auf einem Zettel nicht richtig lesen konnte und plötzlich seine Lesebrille hervor zog. "Das war′s. Kosmonaut mit Brille ging gar nicht", soll er später in einem Buch über die Ausgesuchten für den ersten Deutschen im All gesagt haben, nun ... er hat diese Tatsache gestern nicht direkt bestätigt. 

Wolfgang Wehner

Eberhard Köllner ist der sozusagen ewig Zweite, der niemals im Weltraum war aber der bis zum Schluss mit Siegmund Jähn alle Stufen durchlaufen hat, um als 1. Deutscher in den Weltraum fliegen zu können. Er war sein Double ...

Als die Rakete zu ihrem Startplatz gebracht wurde, duften die Kosmonauten sie 3 Tage vorher besichtigen ... Dr. Haase hat damals Eberhard Köllner gefragt,  ob er schon weiß, wer denn fliegen würde.

Eberhard Köllner hat zu ihm gesagt, Siegmund Jähn wird fliegen, da sein eigener - extra für ihn angefertigte „Sitz“ - nicht in die Rakete eingebaut war ... 

Eberhard Köllner

Viele medizinische Aspekte hat uns Herr Dr. Haase gestern über die Tests der Kosmonauten erzählt und viele kleine Episoden dazu gab Eberhard Köllner zum besten ...  Es war ein so interessanter Abend in der Galerie Findeisen, dass ich alles um mich herum völlig vergaß und am Ende fasziniert nach Hause ging ...

Noch jetzt, wenn ich das hier schreibe, geht ein Lächeln über mein Gesicht ...

Wir danken Herrn Dr. Haase für seine Erinnerungen an eine so spannende Zeit und ich danke ihm ganz persönlich für sein Geschick, meine Träume zu erfüllen ...

Dr. Hans Haase

Friedericke und Frank möchte ich danke sagen, dass sie trotz all meiner Bedenken in dieser Zeit doch diesen Abend für uns durchgeführt haben ... und meinem Mann Andreas Forker kann ich immer wieder nur meine Bewunderung aussprechen, völlig unaufgeregt hat er sein angelesenes Wissen zum Flugmedizinischen Institut in Königsbrück und Herrn Dr. Haase sowie den beiden Kosmonauten den Zuhörern übermittelt und durch den Abend geführt ... - Respekt ... -  Unserem Fotografen Jirka Hofmann danken wir für seine tollen Impressionen ...

Marion Forker, Königsbrück am 17. Oktober 2020

v.l. Andreas Forker, Eberhard Köllner, Dr. Hans Haase, Wolfgang Wehner, Frank Findeisen
Mit Abstand ...

Von Königsbrück ins Weltall

Save the date

16.10.2020 Galeriegespräch


Wussten Sie das? Königsbrück ist nicht nur durch seine Kamelien bekannt, nein, in Königsbrück wurde der 1. deutsche Kosmonaut für seinen Flug ins Weltall vorbereitet  ...

In der Reihe, "Galeriegespräche" laden Friederike und Frank Findeisen am 16.10.2020 um 18:30 Uhr wieder in die Galerie in Königsbrück ein. Diesmal gibt es einen Vortrag von Herrn Dr. Hans Haase. Dr. Haase war ab 1976 verantwortlich für die medizinische Auswahl, Vorbereitung und Betreuung der 1. deutschen Kosmonauten. Wir sind gespannt und haben den Termin notiert ... Save the date also ...

Lesung mit Heinz Eggert

Lesung Heinz Eggert Im Rahmen der Galeriegespräche hatten Friederike und Frank für den 11. Oktober 2019 in die Galerie Findeisen eingeladen.
Unter dem Motto "Scheitern ist nicht schlimm, schlimm ist nichts versucht zu haben" waren Geschichten von und mit Heinz Eggert angekündigt.

Das Interesse an der Lesung war so groß, das über 50 Gäste in der Galerie waren und die Stühle nicht mehr ausreichten, dankenswerterweise stellte das benachbarte Chinesische Restaurant noch weitere zur Verfügung.
Am Ende war sogar die Treppe belegt, eine Veranstaltung, wie in studentischen Zeiten smiley:-)

Galerie Frank Findeisen Nach einer kurzen Einführung zu seinem Werdegang vom Stellwerkmeister und Fahrdienstleiter bei der Hafenbahn Rostock in der DDR über seine politische Funktionen in den 90-ern als Innenminister und auch Landtagsabgeordnetem in Sachsen bis hin zu seinen ehrenamtlichen und "hintergründigen" Funktionen in den 2000-er Jahren begann Heinz die Lesung. 

Viele interessante Begebenheiten aus seinem Leben hat er zu Papier gebracht. Mal lustig, mal tiefgründig, aber immer mit entsprechender Nachdenklichkeit verging die Zeit wie im Fluge. Dafür möchte ich mich stellvertretend für die Zuhörer bei Heinz Eggert bedanken.

Eine der Geschichtem darf ich hier mit freundlicher Genehmigung zum Besten geben ...

 


"Lesung mit Heinz Eggert " vollständig lesen

Lesung mit Heinz Eggert, Innenminister a.D.

11.10.2019 Galerie Frank Findeisen

An diesem Freitag ist es soweit, Frank Findeisen präsentiert in seiner Galerie eine Lesung mit Heinz Eggert ... Ein kleiner Tipp noch, in der Mediathek des MDR gibt es einen kleinen  Film, Heinz Eggert berichtet über seine Zeit in Rostock und Zittau ...  

Heinz Eggert

 

Ausstellung im Rathaus Kamenz

REANIMATION IN STAHL Unter diesem Thema wird im Lichthof des Kamenzer Rathauses in der Zeit vom 15. Mai 2019 bis 1. Juli 2019 eine Ausstellung von Frank Findeisen zu sehen sein. Interessenten sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu den bekannten Öffnungszeiten des Rathauses zu besuchen.

Rad der Geschichte

In Vorbereitung

Ateliergespräche Frank Findeisen bereitet eine neue Veranstaltung im Oktober diesen Jahres vor ... der sächsische Innenminister a.D. Heinz Eggert wird wieder in seine Galerie kommen  ... 

Lesung

... Kleider machen Leute
"Kommst du in Jeans, wirst du behandelt wie eine Jeans; kommst du im Anzug, wirst du behandelt wie ein Anzug." Diesen Spruch ausgerechnet von jungen Leuten zu hören, hat mich schon sehr verwundert. Aber offensichtlich hatten sie damit schon Erfahrungen gemacht.
Oder sie hatten gemerkt, wer sich den Erwartungen an seine Rolle entsprechend kleidet, hat es leichter, seine Position zu behaupten. Allerdings, wer genug Menschenkenntnis hat, wird andere nicht nur nach ihrem Äußeren einschätzen. Dachte ich immer! ...

Lassen Sie sich überraschen wie es weiter ging ...

Rückblick - Ateliergespräche - Heinz Eggert in der Galerie

Heute gibt es noch einen kleinen Film zur Veranstaltung mit Heinz Eggert in der Galerie ... Fotos: Jirka Hofmann 

Rückblick

Ateliergespräche

Ateliergespräche Gestern nun war es soweit, Frank Findeisen hatte den sächsischen Innenminister a.D. Heinz Eggert in seine Galerie eingeladen ... Ateliergespräche heißt die Veranstaltungsreihe, die er mit seiner Frau Friedericke in unregelmäßiger Reihenfolge  organisiert. Bestimmt 40 Gäste waren der persönlichen  Einladung voller Erwartung gefolgt und hatten viele Fragen an Heinz. :) Warum ich einfach Heinz schreibe? Nun, man sagt über ihn, bereits nach dem 3 Satz ist er mit jedem per Du :) und ja, das war so ...

Ateliergespräche

Ich bin heute noch völlig fasziniert, wie Heinz Eggert auf all die Fragen geantwortet hat. Dabei kamen auch viele persönliche Momente aus seinem Leben und ein großes Stück Humor nicht zu kurz. Russland und die Ukraine, NATO, Pegida, Braunkohle, AfD, Integration und Journalismus, Landes- und Kommunalpolitik sowie Fragen zu seinem persönlichen Werdegang vom Fahrdienstleiter bei der Deutschen Reichsbahn in Rostock zum Pfarrer in Oybin - über 3 Stunden wurde heiß diskutiert und jeder konnte seine Meinung oder Ansicht entsprechend darlegen. Auf viele Fragen gab es Antworten, auch wenn sicher am Schluss nicht die Lösung aller Probleme gefunden wurde - sollte es ja auch nicht ... „Scheitern ist nicht schlimm - schlimm ist nichts versucht zu haben!“ ein Zitat von Heinz Eggert, kam mir bei seinen Ausführungen immer wieder in den Sinn ... - Ich glaube wir hätten  noch weitere 3 Stunden mit ihm sprechen können ohne das es langweilig geworden wäre ... Ich muss sagen,  für mich als wirklich unpolitischen Menschen war dieser Abend hochinteressant und spannend zugleich.

Ateliergespräche

Mein herzlicher Dank geht an Frank und Friederike Findeisen für die tolle Organisation - an Heinz Eggert für diesen interessanten Abend und an meinen Mann, Andreas Forker, für die Moderation der Veranstaltung. 

Ateliergespräche

Fotos: Jirka Hofmann

3 Jahre und 1 Tag

Franz Zschornack in der Galerie

 

Gestern Abend waren wir in die Galerie von Frank Findeisen zu einem Vortrag von Franz Zschornack eingeladen. Franz im Glück ... ist der Titel eines Buches, das von der Walz erzählt. Ehrlich gesagt, ich hatte keine Ahnung was mich erwarten wird. Ich dachte, ok, eine Buchlesung ... das kann "trocken" werden. 

Franz Zschornack in der Galerie

Tippelei  ... Walz ... Charlie ... Ehrbarkeit ... Begriffe die ich noch nie gehört habe ... der heute 31 jährige Franz Zschornack ist 2009  auf die Walz gegangen. 3 Jahre und 1 Tag hieß es, außerhalb von 50 km um seinen Heimatort Crostwitz auf Wanderschaft zu gehen. Ohne Koffer, dafür mit dem "Charlie" über der Schulter und ohne Auto und vor allem aber ohne Handy, dafür mit einem Zylinder und in der typischen Handwerker-Kluft inklusive der "Ehrbarkeit", einer dunklen Krawatte, ging es von Crostwitz ersteinmal nach Erfurt. Das Handy hatte er mit einem Hammer und einem Nagel an die Tür der heimatlichen Schmiede genagelt. Der Charlie besteht aus in drei Tüchern gebundene Päckchen, die 7 Unterhosen, 1 Paar Socken ... aus denen 4 wurden, einem Hemd, 1 T-Shirt, 1 Schlafsack und seinem Werkzeug enthalten. 

Über Norddeutschland und Dänemark tippelte er in die Schweiz. Dort half er, an einer Seilbahn und reparierte den Sessellift. Über weitere Aufenthalte in Leipzig, Polen und Österreich fasste der Crostwitzer mit zwei Gesellen den Entschluss, nach Südamerika zu reisen. So ging es über Brasilien nach Paraguay und nach Argentinien.  Paraguay liegt nicht am Meer, das stellten die drei aber erst im Flugzeug fest :)

In Paraguay bauten sie unter anderem ein Brunnendach. In der Nähe eines Hotels gab es eine Rutsche aus Metall, die Kinder kletterten den Berg hinauf, schütteten die mitgenommen Wasserflaschen aus, damit es während der Abfahrt nicht zu heiß am Hintern würde ... Die 3 bauten mit einem Schlauch und einer Pumpe für die Kinder eine "Wasserrutsche" und wurden so die Helden des Dorfes ...

Über weitere Aufenthalte in Ost- und Südosteuropa kehrte Franz Ende 2012 nach Crostwitz zurück.

Franz Zschornack hat über 2 Stunden die Besucher der Galerie mit auf eine kurzweilig und spannende Reise genommen. Ich habe immer wieder herzhaft über seinen Humor gelacht. Ein cooler Typ kann ich nur sagen, der viel erlebt hat und der den jungen Handwerkern die Walz sehr empfiehlt. 

Fotos: Jirka Hofmann 

Gut besucht

Franz Zschornack

Wir danken Frank Findeisen, der Lehrausbilder für Franz Zschornack war und ihn in die Galerie eingeladen hatte, für diesen tollen Abend. Wer einmal die Möglichkeit hat, zu einem Vortrag von Franz zu gehen, der sollte das unbedingt tun ...

Jirka Hofmann danke ich für sein Vertrauen mir seine Speicherkarte aus dem Fotoapparat gleich mitzugeben, damit ich euch heute diese Eindrücke zeigen kann.

Und wenn irgendwann einmal an der Straße der Daumen von Gesellen auf der Walz oben ist, werde ich anhalten und sie mitnehmen, dass ist versprochen ...

En tolles Foto habe ich zum Schluss noch bei Wikipedia gefunden ... Im Vordergrund rechts liegend, sieht man Franz bei der Verabschiedung eines Steinmetzgesellen zu seiner Wanderschaft 2011. Fotograf: Sigismund von Doberschütz

Author: Sigismund von Dobschütz

Geschrieben: Marion Forker 

Franz im Glück

Franz im Glück - Franz Zschornack in der Galerie

Franz im Glück

Franz im Glück: Meine Wanderjahre auf der Walz

Das Bündel ist geschnürt, die Kluft angelegt und das Abenteuer kann beginnen: Der Schlossergeselle Franz Zschornack folgt der Tradition und geht auf Wanderschaft. Drei Jahre lebt er nach den strengen Regeln der Walz und nicht einmal an Weihnachten darf er nach Hause. 11.000 Kilometer legt er auf seiner Reise zurück und lernt nicht nur, sein Handwerk zu verbessern, sondern erfährt, was wirklich wichtig ist im Leben und dass Nächstenliebe, Ehrlichkeit und Zusammenhalt auch heute noch unverzichtbare Werte sind. "Die Walz machte mich zu dem, was ich heute bin. Ich zog mit Scheuklappen los und kam mit einem offenen Blick zurück." via Amazon

Am Freitag freuen wir uns darauf, Franz Zschornack persönlich in der Galerie zu (s)einer Buchlesung begrüßen zu dürfen ... 

Lange Einkaufsnacht in Königsbrück 2017

Langer Freitag in Königsbrück

Zur langen Einkaufsnacht am Freitag, dem 9. Juni 2017, konnten die Königsbrücker und ihre Gäste in der Innenstadt auch bei Frank Findeisen vorbei schauen und seine Galerie besuchen.  Bei Musik und netten Gesprächen bis tief in die Nacht gab es die Möglichkeit viele seiner neue Skulpturen zu betrachten. Ich bin wie immer fasziniert von seiner schier unerschöpflichen Phantasie aus Schrott  Kunstwerke zu schaffen.

Reanimation aus Stahl

Stanislaw Tillich in der Galerie von Frank Findeisen

Stanislaw Tillich in der Galerie von Frank FindeisenAm 24.01.2017 folgte der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und zuständiger Landtagsabgeordneter, Stanislaw Tillich, einer Einladung von Frank Findeisen in seine Galerie in Königsbrück.
Hier gab es für interessierte Mitarbeiter und Auszubildende der KAS (Königsbrücker Ausbildungsstätte) die Gelegenheit, über aktuelle politische und allgemeine Themen in Erfahrungsaustausch zu treten.

Nach einer interessanten Fragestunde hatten die Gäste im Anschluss die Möglichkeit, mit dem Ministerpräsidenten in lockerer Runde ins Gespräch zu kommen.

Skulptur und Grafik im Rathaus Königsbrück

Skulptur und Grafik 2010

Ecken und Kanten zeigen
in Form, Fläche, Farbe 
oder Wort

 

Frank Findeisen 
am Metall - Empfinden

Skulptur und Grafik - Vernissage am 15.01.2010 im Rathaus Königsbrück
im Saal - Werke von Frank Findeisen
Eröffnungsrede zur Vernissage am 15.01.2010 von Herrn Toni Zieger

 

Rathaus Königsbrück

Skulptur und Grafik   Metall und Papier

zwei völlig gegensätzliche Materialien begegnen sich in dieser Ausstellung. Und doch haben sie in ihrer Entstehung durch die Fantasie ihrer Gestalter Marion Forker und Frank Findeisen die gleiche Basis: 
„Kreatives künstlerisches Schaffen als lebensbejahendes Element"

Werte Frau Forker
Werter Herr Findeisen
Werter Herr Bürgermeister Driesnack
Werte Stadträte
Sehr geehrte Gäste,
ich begrüße Sie sehr herzlich zur Ausstellungseröffnung

Skulptur und Grafik

In jedem Menschen steckt irgendeine Kreativität, man muß sie nur in sich entdecken und Stück für Stück weiterentwickeln. Mit viel Freude für sich und zu guter Letzt auch für Andere.

 

Augenblicke festhalten, Gefühle spüren, Gedanken in Bildern 

Marion Forker
In Dresden geboren und 1996 mit ihrer Familie nach Königsbrück gezogen.
Durch ihren Beruf eines Buchhalters und eines computerversierten Ehemannes hat sie sich
schon frühzeitig dem Gestalten von Webseiten zugewandt. Der Umzug nach Königsbrück
veränderte ihre Wahrnehmungen.

In der Stadt umgaben sie hektische Bilder:
Hastende Fußgänger, laute Autos, Straßenbahnen, Lärm, Staub:   Großstadt

dem gegenüber das ländliche Königsbrück:
Nähe zur Natur, Häuser mit Gärten, Tiere, Sternenhimmel, Sonnenuntergänge, Menschen, die
man immer wieder trifft:   Beschaulichkeit

Diese auf sie einstürmenden Gefühle löste das Verlangen aus, sie durch Bilder als Augenblick festzuhalten. Sie wählte die Fotografie als ihre Möglichkeit des Fixierens aus. Dabei entwickelte Marion Forker ein hervorragendes Gespür für Motiv und Blickwinkel. Da ein Foto nur die pure Realität wiedergibt, der Mensch aber wesentlich differenzierter mit seinem Auge und seiner Seele sieht, folgte sehr schnell die Schlussfolgerung, die Bilder mittels Computergrafik zu bearbeiten. 

Ein Zitat von Caspar David Friedrich könnte durchaus Ansporn gewesen sein:
„Das Bild soll nicht die Natur selbst darstellen wollen, sondern nur davon erinnern. Nicht die treue Darstellung von Luft, Wasser, Felsen und Bäumen ist die Aufgabe des Bildners, sondern seine Seele, seine Empfindung soll sich darin widerspiegeln!"

Durch die technischen Möglichkeiten der Computergrafik entstehen somit fotografische Momente aus der Sicht Marion Forkers, mittels ihres Gefühls, ihres Anspruchs und ihrer Mitteilung an uns, den Betrachtern. Sie projiziert bewusst schriftliche Gedanken in ihre Arbeiten, damit fuhrt sie den Betrachter in die Bildaussage hinein.

Gedanken in Bildern

Die Motive werden farblich verändert, grobgekörnt oder durch andere Bilder überblendet. Wasser kann viele Farben annehmen, kleine Motive werden groß, aus Schatten werden Perspektiven. Die Möglichkeiten dazu sind unerschöpflich. Aber letztlich muß dem Betrachter die Summe von Gefühl, Motiv und Aussage begeistern. 
Marion Forker hat in ihrem Schaffen eine hohe künstlerische Qualität erreicht, die der Betrachter in der bildnerischen Aussage spürt. Ihrer eigenen Einschätzung zufolge wäre sie mit Herz und Seele der Computergrafik verfallen.
Wir wünschen ihr es weiterhin!

Den Augenblick festhalten
Gefühle spüren
Gedanken in Bilder projizieren

Ecken und Kanten zeigen in Form, Fläche, Farbe und Wort - Am Metall empfinden ! 

Frank Findeisen
Geboren in Königsbrück. Sein Form-, Proportions- und Raumgefühl hat er sicherlich schon im Fach Kunsterziehung in der 10-klassigen Oberschule erhalten. In der anschließenden Lehre als Instandhaltungsmechaniker wurden handwerkliche Fähigkeiten erlernt. Feilen von Flächen, Ecken und Kanten, bohren, schweißen, Teile fügen, Metall formen. Dazu kam eine weit gesteckte Sammelleidenschaft: altes Werkzeug, Gefäße, Schilder, Leiterwagen etc. Sehr umfassend wurden alte Bügeleisen gesammelt, natürlich ohne Stecker !! 

Mehrere Dutzend dieser Raritäten sammelte Frank Findeisen. Ein wahrer Sammler betrachtet natürlich immer wieder seine Schätze. Man entdeckt verschiedene Formen, Gestaltungen, Griffe, Oberflächen...
Vielleicht war auch dies ein Baustein für Frank Findeisen, am Metall zu „empfinden" 

Jedes Jahr ab dem 11,11., wenn das Faschingsmotto bekanntgegeben wurde, scharte Frank Findeisen ein Team von Mitstreitern um sich. Es wurden viele Jahre lang zum Faschingsumzug aus Stahl, Farbe, Pappe, Rädern ein Umzugsbild gebastelt.

Metall Farbe Wort

Selbst Flächen, Formen, Körper und Gegenstände herzustellen, war die nächste Stufe.
Als Lehrschweißer qualifiziert, hatte er nun auch das handwerkliche Rüstzeug. Der Anfang waren einfache Körper und Metallplatten, die unterschiedlich bearbeitet, ein anderes Gesicht bekamen. Räumliche Strukturen wurden mit vorher genau geplanten Skizzen gefertigt. 
Die Arbeiten wurden immer mutiger und dadurch auch kreativer.
Durch die Bekanntschaft mit Prof. Sitte entstand eine künstlerische Zusammenarbeit, die bei Frank Findeisen einen weiteren Qualitätssprung erzeugte, ohne jedoch seine Ansichten, Eigenheiten oder Fantasien aufzugeben. 

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von
Skulpturen hergestellt. Die Königsbrücker Ausbildungsstätte stand mit Verständnis, Unterstützung und Material zur Seite.

Seine Arbeiten umfassen heute Metallminiaturen von einigen Zentimetern Höhe bis zum Stahlkoloß "Ortnung" von über 10m Höhe. 
Zunehmend werden auch gesellschaftliche Probleme
als Denkanstöße in Skulpturen verarbeitet.
Die ständig wachsende künstlerische Profilierung wurde mit Ausstellungen u.a. in Kamenz, Riesa, Oschatz, Löbau und Dresden belohnt. 

Sein Fundus seiner noch zu entstehenden Arbeiten in Modellen ist unübersehbar.
Hoffen wir noch auf zahlreiche Umsetzungen der Ideen, Pläne und Visionen.

Frank Findeisen - Ecken und Kanten - Am Metall empfinden

Suchen wir nun als Betrachter unseren eigenen Blickwinkel!
Und vielleicht haben wir auch eigenen Mut, die Welt, die Natur, das Sein, die Schönheit, das Wohlbefinden oder die Kritik in irgendeiner Form Gestalt zu geben.

Danken wir den beiden Ausstellern für ihre persönliche künstlerische Offenbarung, für die Mühen, die Ausstellung heute hier zu zeigen!
Dank an die Stadt Königsbrück, für die Möglichkeit, das Rathaus als Ausstellungsort zu nutzen!

Skulptur und Grafik - Metall und Papier 
Wir sind neugierig!

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